Things To Do in Lockdown 2.0

Baum im Nebel im Stadtpark © Moritz Stoll

Es ist mal wieder so weit: Die Corona-Zahlen sind so stark in die Höhe gegangen, dass wir wieder mit diversen Einschränkungen im Alltag konfrontiert sind. Konkret bedeutet das für uns also: drinnen bleiben! Das hatten wir dieses Jahr zwar schon zur Genüge, aber es nützt ja nichts, wir müssen da durch und vielen stellen sich jetzt die Frage: „Was soll ich mit all der Zeit zuhause anfangen? Wie soll ich mit der Isolation klarkommen?“

In diesem Artikel möchte ich euch einige Inspirationen für Dinge geben, mit denen ihr euch in den kommenden Wochen oder Monaten (wer weiß das schon so genau) bei Laune halten könnt. Hier also meine „Things To Do“ für den nächsten Lockdown.

Nichts muss!

Zuallererst ist „Nix“ eine großartige Sache, die ihr während eines Lockdowns tun könnt. Ich selbst habe während des ersten Lockdowns mehr oder weniger krampfhaft versucht, mich mit Sport, exzessiven Hobbys und wer weiß was noch alles über Wasser zu halten. Dieser „Selbstoptimierungswahn“ wird durch Social Media noch verstärkt. Immerhin sehen wir hier permanent die Pamela Reifs dieser Welt, wie sie ihre „Abs“ und „Booties“ trainieren. Kann man machen, MUSS man aber nicht!

Das ist nämlich eines meiner größten Learnings dieses Jahres: Man muss nichts diszipliniert „durchziehen,“ um sich in so einer Krise gut zu fühlen. Vielmehr sollte man auf das hören, was einem gut tut. Wenn das täglicher Sport ist: Super! Wenn das bedeutet, den ganzen Tag in Unterhose vor dem Fernseher zu sitzen und Chips zu essen: auch super.

Die Lage akzeptieren

Für die meisten von uns sind dieses viele drinnen sein und die soziale Distanz ziemlich hart. Hinzu kommt, dass wir in so einer Zeit stark auf uns selbst zurückgeworfen werden. Das kann mitunter hart sein und es könnte passieren, dass es Tage gibt, an denen wir uns schlecht fühlen. Auch hier habe ich gelernt: das muss man akzeptieren! Man kann zwar immer wieder versuchen, dafür zu sorgen, dass es einem gut geht, aber schlechte Tage gehören dazu und während eines Lockdowns können wir davor nunmal schlecht davon laufen. Außerdem wird es jetzt wieder so fürchterlich dunkel und das ist rein Biochemisch auch ein ganz schöner Stimmungskiller.

Aber was soll ich denn jetzt machen?

Bis hierhin war meine Antwort auf diese Frage eigentlich bloß: Nichts, Deal with it! Und auch wenn das letztlich nötig ist, habe ich natürlich trotzdem ein paar Routinen entwickelt, die mir guttun. Die möchte ich mit euch teilen! Vielleicht inspirieren sie euch ja doch.

Putzen

Normalerweise ist das Putzen dieses lästige Etwas, dass wir irgendwo in den Alltag zwischen Arbeit und Freizeit schieben müssen. Ich habe aber bereits in meinem Beitrag zum Thema von Hand abwaschen darüber geschrieben, dass solche Tätigkeiten eigentlich ganz guttun können. Ich finde, dass das Putzen, wenn man dafür Zeit hat, beinahe etwas meditatives hat. Man ist beschränkt auf eine Sache zur Zeit, der Kopf hat Pause und man sorgt für Ordnung. Ganz nebenbei fühlt man sich nach dem Putzen in den eigenen vier Wänden deutlich wohler. Ihr tut damit also sogar noch etwas für euch selbst.

Allerdings gibt es bei mir auch immer wieder Wochen, in denen mir genau das extrem schwerfällt. Hier verweise ich aber auf den ersten Absatz dieses Beitrags. Unterbuchse und Chips auf dem Sofa können auch gut sein!

Nur Musik hören

Musik hat diese seltsame Eigenschaft Emotionen in uns zu wecken, die wir auf anderem Wege schlecht hervorholen können. Sie macht uns glücklich, melancholisch, traurig oder wütend. Ich finde eine gute Lockdown-Tätigkeit besteht darin, immer mal wieder einfach „nur“ Musik zu hören! Besonders Nostalgie lässt sich damit wunderbar heraufbeschwören. Erst letztens habe ich gelesen, das Nostalgie sogar dabei helfen soll, emotional schwierige Situationen besser zu bewältigen!

Zocken

Ist irgendwie klar. Wenn man die Welt „da draußen“ nicht entdecken kann, holt man sich die kleinen Welten eben in die eigenen vier Wände. Es gibt so großartige Spiele, die sich jetzt einfach perfekt eignen. Red Dead Redemption 2 beispielsweise!

Hier aber noch ein kleiner Tipp: Manche Plattformen geben regelmäßige Gratis-Spiele an ihre User. So bekommt ihr bei einem PlayStation Plus-Abo jeden Monat mehrere Gratisspiele für eure PS4. Der Epic Game-Store verschenkt außerdem jede Woche ein Spiel und mit dem Xbox Game Pass bekommt ihr diverse Spiele im Abo für gerade mal 3,99 Euro! Sowohl auf der Xbox One und dem PC.

Kochen

Tut euch selbst etwas Gutes. Macht euch etwas Leckeres zu Essen! Alleine der Prozess des Kochens selbst macht zumindest mir super viel Spaß. Aber auch das Essen eines neuen Gerichts, nachdem man stundenlang in der Küche gestanden hat, ist wahnsinnig belohnend. Ihr bekommt damit Zeit tot geschlagen und könnt euch kreativ in der Küche austoben. Hier sammle ich diverse Rezepte und Ideen rund um das Thema Kochen, falls ihr etwas Inspiration braucht!

Etwas Neues lernen

Auch kein „Muss“, aber ein „Kann“ – etwas Neues lernen. Das kann für so einen Lockdown genau das Richtige sein. Gar nicht so sehr aus der Motivation heraus, sich selbst zu optimieren, sondern sich eine Aufgabe zu geben und sich ein paar Erfolgserlebnisse zu verschaffen. Lernen macht Spaß und ist, wie ich finde dem Kochen nicht ganz unähnlich. Darüber habe ich bereits hier geschrieben.

Im Übrigen gibt es eine ganze Reihe toller Plattformen und YouTube-Kanäle, die euch mit Wissen zu diversen Themen versorgen können. Für das Netzpiloten Magazin habe ich bereits einen Artikel dazu geschrieben!

Ein kleines bisschen zu viel trinken 😉

Ich weiß, Alkohol ist keine Lösung! Aber sind wir mal ehrlich, für Covid-19 gibt es ja auch keine einfache Lösung. Und schon gar keine, die wir „Nicht-Virologen“ mal so eben finden können. Ich finde es völlig legitim, sich die Situation mit einem oder zwei Gläschen Wein die Woche ein weeeenig flauschiger zu gestalten. Aber natürlich: Achtet darauf, es nicht zu übertreiben! Ich habe mir sagen lassen, das Alkoholismus jetzt auch kein Zuckerschlecken ist!

Spazieren gehen

Geht raus! Ernsthaft! Am besten mehrmals täglich und nicht erst zu der Zeit, in der es ohnehin wieder dunkel ist. Spaziergänge, frische Luft und Tageslicht haben eine Wirkung auf unsere Stimmung, die nicht zu unterschätzen ist. Außerdem geben feste Spaziergeh-Termine dem Tag Struktur und das macht die Phasen, in denen wir auf dem Sofa lümmeln gleich wieder viel angenehmer!

Zugegeben, ich hab einen Hund. Daher fällt es mir natürlich etwas leichter. Die zusätzliche Motivation, keine Hundekacke in der Wohnung haben zu wollen, hilft ungemein den inneren Schweinehund zu überwinden! Ihr könntet euch aber auch andere Ziele für einen Spaziergang setzen. Ich nutze meine Gassi-Runden zum Beispiel gerne auch, um zu Fotografieren. Das Titelbild dieses Beitrags ist Beispielsweise auf so einem morgendlichen Spaziergang durch den Hamburger Stadtpark entstanden.

Was immer euch gut tut!

Letzten Endes sind das aber alles nur irgendwelche Vorschläge, die ein Typ ins Internet geschrieben hat (Dinge die irgendwelche Typen ins Internet schreiben, sollte man ja ohnehin mit etwas Vorsicht betrachten). Achtet einfach auf euch, macht das, was euch gut tut und lasst euch von dem, was andere im Internet so tun, nicht wuschig machen. Jeder ist verschieden und jeder geht mit dieser Situation anders um. Denkt einfach immer an das, was Tommi Schmitt von Gemischtes Hack immer sagt: „Die anderen kriegen es doch auch alle nicht hin.“

In diesem Sinne: Happy Lockdown!

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