Not macht erfinderisch – Weshalb alte Technik gut sein kann!

Alter Computer

Ich war nie mit „dem Neusten“ gesegnet. Hatte nie den besten PC, keine Spielekonsolen oder ein aktuelles Handy. Ich weiß, dass das bei Freunden damals anders war. Die hatten ihren PC und ihre PlayStation, konnten spielen und all die Möglichkeiten nutzen, die ihnen diese Geräte gegeben haben. Ich hatte das nicht. Ich habe während des Abiturs einen ausrangierten Schul-PC bekommen, auf dem Windows XP lief und den ich nicht mit unserem im Wohnzimmer stehenden WLAN-Router verbinden konnte. Geschadet hat mir das nicht, ganz im Gegenteil.

Einfallsreichtum war gefragt

Nun muss ich wohl niemandem erklären, dass die Möglichkeiten eines Computers ohne Internetanschluss im Jahre 2016 schnell ausgereizt waren. Ich war aber schon immer sehr neugierig und wollte verschiedene Dinge ausprobieren. Zum Beispiel hatte ich zu der Zeit auf YouTube ein paar Videos zum Thema Programmieren gesehen und dachte „das kann ich doch auch mal ausprobieren“. Auf meinem alten Google Nexus-Smartphone konnte ich dann auch etwas Recherche betreiben und habe schnell herausgefunden, was man dafür braucht. Auf meiner digitalen Einkaufsliste standen nun also:

Falls ihr euch dafür interessiert, was das alles ist, schaut mal hier vorbei. Für diesen Artikel spielt das aber keine wirklich große Rolle. Ich brauchte also diese drei Programme, um eigene Programme schreiben zu können und ein „heftiger“ Coder zu werden. (Zumindest war das mein Plan). Nun stand ich aber vor dem Problem, dass ich ja kein Internet auf meinem PC hatte. Davon habe ich mich aber nicht entmutigen lassen. Kurzerhand habe ich mich also dazu entschlossen, die Dateien auf mein Google Nexus zu laden und dann via USB-Verbindung auf den alten Gurken-PC zu schieben. Und das hat dann auch tatsächlich funktioniert und ich konnte kleine Java-Programme schreiben. Auch wenn die Downloads eeeeewig gedauert haben…

Was ich damit sagen will:

Man braucht nicht immer „das Beste“. Ganz im Gegenteil, ich glaube, dass die Limitierungen, die ich damals hatte, dafür gesorgt haben, dass ich erst recht Lust hatte, mit dem Programmieren anzufangen. Die Herausforderung etwas möglich zu machen, das auf den ersten Blick nicht möglich zu sein scheint, war in diesem Fall der Antrieb, den ich gebraucht habe. Natürlich hätte ich auch mit einem superschnellen Gaming-PC etwas anstellen können, aber ob ich dabei wirklich mehr Spaß gehabt hätte oder mehr gelernt hätte, wage ich zu bezweifeln.

Ich habe von einem Freund mal eine Story von einem Inder gehört, der irgendwo auf dem Land in Indien lebt. Mit nichts weiter als einem Smartphone, das er mit einem gemieteten Rechner verbinden kann, und einer Bluetooth-Tastatur betreibt er von dort aus erfolgreich eine Website. Ich weiß nicht ob diese Geschichte stimmt, aber ich sehe mein 16-Jähriges „Ich“ gerne als „den Inder“ in dieser Geschichte an. 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.