5 Gründe früh aufzustehen

Früh aufstehen. Bild von Schafen im Morgentau

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Ich persönlich glaube, dass das ziemlicher Quatsch ist. Morgens fängt man gar nichts. Morgens ist für die meisten von uns auch keine wirklich produktive Zeit, aber trotzdem stehe ich eigentlich immer vor sieben Uhr auf! Das sind die Gründe dafür (+ eine klitzekleine Schlafstörung😂):

Zeit für mich

Der Hauptgrund für mein frühes Aufstehen liegt wohl darin, dass andere um die Zeit noch schlafen. Von 6:30 bis 7:30 sind viele noch im Bett und ich habe diese Zeit ganz für mich alleine. Ich verknüpfe diese Zeit eigentlich immer mit Kaffee und einer Tätigkeit, der ich gerne nachgehe! Geschenkte Zeit vor dem ganzen Stress, den so ein Tag mit sich bringen kann.

Der Tag ist länger

Natürlich ist der Tag, wenn man um 6:30 aufsteht eigentlich nicht länger. 24 Stunden kann man immerhin nur ganz schlecht verlängern. Aber er fühlt sich einfach viel länger an. Steht man erst um 9:00 auf, macht sich dann Kaffee, frühstück, macht sich fertig und startet in den Tag, ist es gut und gerne mal 11:00 oder sogar schon 12:00. Dann bleibt einfach viel weniger vom Tag. Viel weniger Zeit, die man mit tollen Dingen füllen könnte.

Hier muss ich allerdings Folgendes einschieben: Nicht jeder Tag hat das Potenzial mit „tollen Dingen“ gefüllt zu werden. Manche Tage (in der Regel Sonntage) geben einfach nicht viel her. Warum hier den Tag durch verfrühtes Aufstehen in die Länge ziehen? An solchen Tagen finde ich es viel besser einfach mal bis 13:00 zu schlafen. Das Problem dabei ist nur: Wer unter der Woche früh aufsteht, wird diesen Rhythmus am Wochenende nur schlecht rausbekommen.

Man ist früher müde

Das mag jetzt nicht für jeden nach einem Argument für das frühe Aufstehen klingen. Aber wer früh aufsteht, ist auch früher müde und hat Abends weniger Probleme einzuschlafen. Dieser Fakt beruht auf einer nicht-repräsentativen Studie, die ich an mir selbst durchgeführt habe. Ich finde nämlich das Gefühl, abends nicht einschlafen zu können, richtig ätzend. Das frühe Aufstehen hingegen ist erstens selbst gewählt und zweitens kann man morgens auch einfach in den Tag starten anstatt sich hin- und herzuwälzen und kein Auge zuzubekommen.

Morgens ist alles leerer

Die richtig hartgesottenen Frühaufsteher verbringen die Morgenstunden nicht bloß auf dem Sofa und mit einem Kaffee im Gesicht. Die Profis erledigen dann schon etwas. So ein Rewe beispielsweise ist direkt nach dem Öffnen sehr viel leerer als schon um 11:00, wo dann die Senioren-Fraktion ihre Einkäufe erledigt. Ich finde es sehr viel angenehmer, in einem leeren Supermarkt einzukaufen, besonders in einer Pandemie, in der jede andere Person irgendwie eine potentielle „Gefahr“ darstellt.

Auch früh eine runde spazieren zu gehen ist so viel angenehmer. Parks sind nicht so überfüllt und alles hat noch diese frische, die ich in diesem Artikel bereits ausgehend beschrieben habe. Hundebesitzern dürfte klar sein, weshalb ein Menschenleerer Park bei der morgendlichen Gassi-Runde etwas großartiges ist.

Die Anderen werden staunen

Früh aufzustehen wirkt sehr fleißig. Sehr zielstrebig. Bei Menschen, die früh aufstehen, denken wir automatisch an erfolgreiche Persönlichkeiten wie Elon Musk oder Bill Gates. Menschen, die die gewonnene Zeit in ihre Visionen investieren und sich einer „größeren“ Sache verschreiben. Wenn ihr also erzählt, dass ihr jeden Morgen um 6:30 aufsteht, ist es recht wahrscheinlich, dass andere eine ähnliche Assoziation haben. Dass ich in Wahrheit einfach zwei Stunden mit Augenringen und zerzausten Haaren vor Animal Crossing verbracht habe, muss ja nun keiner wissen.

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